Toxische Metalle

Sie lesen diesen Text vermutlich, weil in Ihrem Labortest eine Anreicherung von toxischen Metallen gefunden wurde. Um Ihnen ein paar Zusammenhänge zu erklären, habe ich daher ein paar Worte dazu verfasst.

 

Was ist überhaupt das Problem?

Toxische Metalle haben im Organismus keine physiologische Funktion. Diese Metalle (z.B. Quecksilber, Zinn, Blei, Arsen, Gold, Palladium, Platin usw.) haben aber eine Reihe von molekularen Eigenschaften, die dazu führen, dass sie im Stoffwechsel mit den ‚guten‘, weil lebensnotwendigen Mineralen (z.B. Zink, Eisen, Selen usw.) verwechselt werden können. Beispielsweise ist Quecksilber chemisch dem Zink nicht ganz unähnlich, weshalb es zur Aufnahme von Quecksilber in Zink-Bindungsstellen an der Zelloberfläche kommen kann. Wenn das etwa an der fT3-Bindungsstelle (aktives Schilddrüsenhormon) passiert, an der Zink als Schlüssel benötigt wird, kann das aktive Schilddrüsenhormon nicht mehr an der Zelle binden. So kommt es in der Folge beispielsweise zur Abschwächung der Wirkung der Schilddrüsenhormone, obwohl die Hormone selbst in ausreichender Menge vorhanden sind. Das Resultat ist eine Schilddrüsenunterfunktion, die man anhand der Schilddrüsenwerte TSH, fT3 und fT4 nicht erkennen kann (zum Thema Schilddrüse siehe auch -> Schilddrüsenprobleme). Ähnliche Prozesse können aber auch an anderen Drüsen, im Darm, in der Leber oder im Muskel und im Gehirn stattfinden.

Nicht jeder Mensch reagiert gleich auf Belastung mit toxischen Metallen. So tolerieren manche Menschen relativ problemlos (beziehungsweise symptomlos) grössere Belastungen über viele Jahre. Wenn dann aber beispielsweise noch eine quecksilberhaltige (Thiomersal) Auffrischungsimpfung wegen einer Auslandsreise hinzukommt, oder eine grössere Menge Quecksilber bei einem routinemässigen Ersatz einer Amalgamfüllung freigesetzt wird, kann es passieren, dass das gerade noch eben so gehaltene Gleichgewicht derart gestört wird, dass das gesamte System Mensch dekompensiert. Der Patient wird gewissermassen durch eine Nichtigkeit ‚über die Kante gekippt‘. 

Und bitte nicht falsch verstehen - ich bin kein Impfgegner. Im Gegenteil bin ich sicher, dass Impfungen schon unzählige Menschenleben gerettet haben und viele Menschen vor schlimmen Erkrankungen bewahrt haben! Aber sie enthalten eben auch abhängig vom Impfstoff und vom Konservierungs- oder Trägerstoff toxische Stoffe, mit denen nicht jeder Organismus gleich gut umgehen kann.

Wenn bei Ihnen eine Belastung mit toxischen Metallen festgestellt wurde, gilt es zuallererst natürlich die Quelle ausfindig zu machen und zu eliminieren. Sofern das gelingt, muss häufig gar nicht viel mehr unternommen werden, sofern die Entgiftungssysteme gut arbeiten. Häufig treten in zeitlichem Zusammenhang mit akuten Belastungen rheumaartige Beschwerden oder fibromyalgiforme Probleme auf, teilweise berichten Betroffene auch von Konzentrationsstörungen oder Merkunfähigkeit, häufig auch von Schwindel- oder Neuropathie. In diesen Fällen kann man eine Unterstützung der Entgiftungssysteme diskutieren. Hierzu mehr ihm nächsten Abschnitt:

 

Wenn es um die Entfernung von Metallen geht, gibt es ein paar Grundlagen, die man verstanden haben muss

Die Metallausschwemmung muss meiner Ansicht nach stofflich erfolgen, das bedeutet, wir versuchen die Metalle wirklich STOFFLICH aus dem Körper zu entfernen. Das Ziel ist dabei eine UMVERTEILUNG der Metalle von einem Gewebe in ein anderes Gewebe zu VERHINDERN, und die Metalle so rasch wie möglich wirklich AUS dem Körper HINAUS zu bewegen.

 

Worauf muss man achten

Das Problematischste an der Metallentfernung ist, dass dazu die Entgiftungssysteme funktionieren müssen. Und hier ist der Haken: Das nicht ausreichende Funktionieren der Entgiftungssysteme hat ja überhaupt erst zur Metallanreicherung geführt! Damit steht und fällt die Therapie mit dem Ankurbeln und der effektiven Unterstützung der Entgiftungssysteme, vor allem von Leber, Niere, Darm und ggfs. Lunge und Haut.

BEVOR man also beginnt, Metalle zu mobilisieren, muss man die Entgiftung so gut wie möglich unterstützt haben. Erst wenn also sicher ist, dass man die aus den Geweben gelösten Metalle auch wirklich ausscheiden kann, kann man mit der Mobilisierung aus den Geweben beginnen.

UND gleich vorweg: Metallprobleme sind hartnäckig und langwierig. Eine Therapiedauer von 2-4 Jahren ist keine Seltenheit. Das bedeutet nicht, dass Sie so lange Probleme haben müssen – in der Regel schwächen sich die Symptome schneller ab – aber bis man wirklich sagen kann, dass der Körper von Metallen entgiftet ist, kann es eben dauern. Man kann die Therapie zwar auf verschiedene Arten beschleunigen, aber man erkauft die Beschleunigung in der Regel mit deutlicheren Entgiftungs-Symptomen. Abhängig von Ihrem Gesundheitszustand und dem gewünschten Ergebnis, können wir gemeinsam eine Variante finden, die für Sie rasch, verträglich und vertretbar ist.

Das zweite große Problem bei der Metallentfernung ist, dass durch die Mobilisierung der Metalle gleichzeitig auch immer stoffwechsel-wichtige Minerale mobilisiert und ungewollt mitentfernt werden. Wenn also ohnehin schon Nährstoffdefizite bestehen, können diese durch eine zu aggressive Metallausschwemmung verstärkt werden. Um beim obigen Beispiel zu bleiben: Wenn die Schilddrüsenfunktion ohnehin schon durch eine Verdrängung von Zink aus der Schilddrüsenhormon Bindestelle beeinträchtigt ist, wird die Wirkung der Schilddrüsenhormone durch zusätzlichen Zinkverlust im Rahmen der unvermeidbaren Mit-Ausschwemmung noch weiter abgeschwächt und die Schilddrüsenfunktion noch schlechter. Daher ist es ratsam, die Mineralspiegel zu überwachen und in regelmäßigen Abständen zu überprüfen.

 

Schritte bei der Metallentfernung

  1. Entgiftungsgewebe vorbereiten nach kinesiologischem Test (mit Solidago, Sulunat, Lymphdiaral, Silymarin)

  2. Metallbindemittel zuführen (Schwefelhaltige Aminosäuren über Ernährung, Chlorella, Zeolith)

  3. Metalle freisetzen (mit Koriander), die Metalle werden durch die Bindemittel gebunden

  4. Metalle ausscheiden und gleichzeitig stoffwechselwichtige Minerale ersetzen

  5. Ggfs. Therapie beschleunigen mit Komplexbildnern (DMPS, DMSA, D-Penicillamin) und Neuraltherapie zur Organunterstützung

In der Regel wird das Basis Entgiftungsschema je nach kinesiologischem Test zur Vermeidung von Nebenwirkungen über 3 Wochen aufgebaut und dann dauerhaft beibehalten. Je nach Ausgangsbelastung, individueller Entgiftungsleistung und verträglicher Dosis der Entgiftungsstoffe kann eine Entgiftung auf diese Weise zwischen 2 und 4 Jahren dauern.

Ja, das dauert, sieht auf den ersten Blick langwierig und lästig aus, aber wenn man es richtig macht, ist es verträglich und sicher und die ersten Verbesserung relativ rasch spürbar. Das Einzige, was während der Therapie verändert werden kann und ggfs. sollte, ist die Dosis an Koriander und Algen. Wenn man es nicht eilig hat, oder wenn die Belastung nicht so groß ist, oder die Metallentfernung auch nur vorsorglich gemacht wird, kann man auch bei der natürlichen Entgiftung bleiben. Wenn aber größere Mengen Metalle entfernt werden müssen, sollte man versuchen die maximal verträgliche Dosis Koriander herauszufinden und ebenso die maximal verträgliche Dosis Algen und Zeolith. Denn nur, wenn das Bindemittel gut vertragen wird, kann man den Freisetzer erhöhen. Leider gibt es dafür keine Standardformel, das kann man nur ausprobieren oder vorab kinesiologisch testen.

Bei höheren Belastungen, stärkeren Symptomen oder dem Wunsch einer rascheren Entgiftung kann man - sofern verträglich - mit Komplexbildnern (Stichwort Chelattherapie) per Infusion eine deutliche Beschleunigung erreichen. Sollten sich stärkere Belastungen einzelner Entgiftungssysteme zeigen, kann zusätzlich per Neuraltherapie (Quaddelbehandlung von Organpunkten) eine Organentlastung herbeigeführt werden.

 

Ein Wort zu den Kosten

Durch Metallbelastungen ausgelöste Gesundheitsstörungen haben es aus verschiedenen Gründen weiterhin nicht in den Fokus der Versicherungen geschafft. Daher ist die Kostenerstattung durch Ihre Versicherung unsicher!

Trotz sich immer stärker verdichtender Hinweise auf Beeinflussung, teilweise sogar auf direkte Verursachung verschiedener Gesundheitsstörungen und Erkrankungen, insbesondere aus dem neurologischen und rheumatischen Formenkreis sowie verschiedener Autoimmunerkrankungen durch Metalle, wird ein Zusammenhang aus Versicherungssicht weiterhin standhaft bestritten. Erst bei Überschreiten bestimmter Messwerte in verschiedenen Flüssigkeiten übernehmen manche Kostenerstatter die Behandlungskosten.

Bitte klären Sie also im Zweifelsfall immer im Voraus die Kostenerstattungsssituation mit Ihrer Versicherung ab, damit Sie wissen, was auf Sie zukommt! 

Darmdysbiose

Bei vielen meiner Patienten - also Ihnen - liegt die Wurzel des Übels im Darm. Im Darm sitzt der Tod. Wird Paracelsus zugeschrieben. Ich war nicht dabei und will mich auch nicht streiten. Auch nicht darüber, von wem der Umkehrschluss ist. Nämlich: Im Darm sitzt das Leben. Ist aber vollkommen wahr! Nicht erst seit die blitzgescheite Giulia Enders als Medizinstudentin ihr wirklich inhaltlich hervorragendes aber vor allem auch wirklich gut lesbares Buch 'DARM MIT CHARME' herausgebracht hat. Wenn Sie das Folgende wirklich verstehen wollen, dann rate ich Ihnen dringend das genannte Buch zu kaufen. Und zu lesen!

Mir geht es um einen wirklich so kurz wie möglichen Kommentar zur Dysbiose. Kommt bei den Stuhltests oft zu Tage. Die wir in einem Speziallabor auswerten lassen. Aber was heisst das? Was macht das mit mir? Wie komm ich da wieder raus? Alles richtig und wichtig. Hier für alle, die es gar nicht so genau wissen wollen wie immer der Hinweis:

Tun Sie einfach, was ich Ihnen sage - genau so, wie ich es Ihnen sage! Ja das dauert. Und manchmal kostet es auch Geld. Aber es hilft. Also bleiben Sie dran.

Für alle, die es doch genauer wissen wollen, hier also ein paar Erklärungen:

Dysbiose bedeutet Fehlbesiedelung. Das soll heissen, dass sich in einer bestimmten Region des Darmes die falschen Bakterien angesiedelt haben. Häufig sind es dann zu viele. Oder zu wenige. Das kann verschiedene Gründe haben. Oft ganz einfach: Falsche, um es mit Dr. Ulrich Strunz zu sagen, nicht 'artgerechte' Ernährung. Vor allem Kohlenhydrate - davon zu viele - füttern die Pilze und Fäulniskeime im Darm. Die dürfen da wohnen. Ist sogar notwendig. Es sollten aber nicht zu viele sein. Denn wenn die Fäulniskeime arbeiten, entstehen Gase. Kann man riechen. Kann man oft auch spüren - am Druck im Bauch, am Unwohlsein. Die Fäulnisbakterien freuen sich immer, wenn jemand nicht gut im Zerlegen von Nahrungsmittel ist. Denn sie wohnen am Ende des Darmes und bekommen nicht viel vom Kuchen ab, wenn jemand gut im Verdauen ist. Dysbiose bedeutet aber eben auch Fehlbesiedelung im Sinne von zu wenige Darmbakterien in manchen Regionen. Gerade die, die am Eingang zum Darm leben, die 'guten' Bifidobakterien und die Lactobazillen sind oft schnell beleidigt. Und ziehen sich dann zurück. Dann ist keiner mehr da, der die wichtige Zerlegearbeit am Eingang vom Darm macht. Das ist schlecht.

Aber der Reihe nach!

Es gibt ganz grob etwa 5 Hauptgründe für eine Dysbiose. Also eine Fehlbesiedelung:

  • Kauen - beziehungsweise Nicht-Kauen
  • Echte Fehlernährung, dazu zähle ich auch richtige Dinge zu falschen Zeiten oder in falschen Situationen zu essen. Oder zu schnell - siehe oben!
  • Angeborene oder erworbene Nahrungsmittelunverträglichkeit. Oft ausgelöst durch den vorigen Punkt
  • Einnahme von Antibiotika wegen Darmentzündungen oder Infekten in anderen Regionen - das tötet als erstes die Bakterien im Dünndarm und dann erst das Bakterium im Gewebe auf das eigentlich gezielt wurde. Klar Antibiotika RETTEN LEBEN. Aber wenn das Leben gerettet ist, braucht der Darm dringend Streicheleinheiten
  • Belastung mit Toxinen besonders Schwermetalle. Gerade Pilze lieben Schwermetalle. War auch der Grund, warum man nach Tschernobyl (für die Jüngeren unter uns: das war eine Reaktorkatastrophe in der Ukraine 1986 - mit Ausfällung von radioaktivem Regen über weiten Teilen Europas) keine Pilze mehr im Wald sammeln durfte. Weil die Pilze sich die leckeren Zäsium Isotope aus dem vollgeregneten Boden gesaugt hatten. Übrigens auch keine Milch. Und keine Wildschweine - damals.

Aber ich will eigentlich nicht alle Ursachen im Einzelnen durchkauen. Sondern eher erklären, was man dagegen tut. Also meine Empfehlungen erklären.

Ein Problem will ich aber doch noch genauer erklären, denn es ist so unglaublich einfach abzustellen und belastet den Darm so sehr! Es beginnt nämlich oft schon im Mund. Nämlich beim KAUEN. Beziehungsweise NICHT-KAUEN. Denn Kauen dient nicht allein dem Zerkleinern der Nahrung. Sondern vor allem auch dem Vermischen. Mit im Speichel befindlichen Verdauungsenzmyen, die Nahrung aufspalten müssen, damit sie klein genug wird, dass wir sie durch die Darmwand transportiert bekommen. Also auf die andere Seite des Darmes bringen können. Um daraus uns selbst zu bauen, zu reparieren, auszutauschen. Allein nicht zu KAUEN kann dafür sorgen, dass zu grosse Nahrungsbestandteile in Bereiche des Darms vordringen, wo sie nicht hingehören, weil dort keine Enzyme mehr zum Spalten sind oder die falschen Bakterien gefüttert werden. Das bedeutet, wenn bei Ihnen die Fäulniserreger (Klebsiellen, hämolysierende Streptokokken, Candida,a Aspergillen, Geotrichen) überwuchern, sollten Sie es echt mal mit KAUEN versuchen. Dann dann werden Nahrungsbestandteile früher zerkleinert und die hochenergetischen Energiebausteine (Eiweisse, Kohlenhydrate) schon über die Darmwand aufgenommen, BEVOR sie in die Bereiche wandern können, in denen die Fäulniserreger damit ihren Nachwuchs füttern. So kann man die nämlich auch aushungern. Es muss nicht immer NULL KOHLENHYDRATE als Anti Candida Kur sein. Die Kohlenhydrate dürfen nur nicht bei den Pilzen ankommen: ALSO KAUEN. 

Damit bin ich dann auch schon mitten im zweiten Punkt auf der obigen Liste. Man kann nämlich auch richtig gute Dinge essen. ABER! VÖLLIG! FALSCH! Es ist vorgesehen, dass der Mensch das Mammut zwar in der PRÄRIE jagt, aber erst IN DER HÖHLE isst. Warum? Weil der Mensch von der Natur durch Selektion, oder von Gott, oder der Vorsehung oder von Allah zwar mit sehr viel Gehirn, aber mit sehr schlechten Verteidigungswaffen ausgestattet ist. Daher wird nach Möglichkeit nicht im ungeschützten Bereich gegessen und schon gar nicht im Stehen. Ich sag nur Currybude. Deshalb sucht man sich im Lokal eben auch gerne den Tisch, wo man niemanden im Rücken sitzen hat. Einfach besserer Überblick über mögliche Feinde. Ja - auch besserer Ausblick ;-) Auf jeden Fall braucht man entwicklungsgeschichtlich beim Essen Ruhe und vor allem Sicherheit vor Feinden. Damit meine ich auch die wohlmeinenden Kollegen in der Kantine. Damit meine ich aber auch die Email vom Chef. Die man während des Essens liest. Da ist man nicht in der Höhle, da ist man - auf der Flucht...  Dann KAUT man nicht, man schlingt... denn man muss ja nur das Überleben sichern. Während man weiter rennt. Flucht oder Jagd, je nach Position im Unternehmen oder in der Gesellschaft. Und wenn man sich dann auch noch jemanden mit dem Rücken zum Feind im Burgerlokal vorstellt, da braucht's nicht viel Phantasie, würde ich sagen... und dann - siehe oben...

Zur Nahrungsmittelunverträglichkeit als Ursache für Dysbiose habe ich mich schon hier geäussert. Und hier nochmal - bitte dort nachlesen.

Antibiotikaeinnahme ist auch häufig. Und häufig eben auch die Ursache für Dysbiosen. Geht ja gar nicht anders. Wenn ich eine Kapsel schlucke, in der ein Wirkstoff ist, der Bakterien abtötet, dann natürlich am effektivsten da, wo die Kapsel aufgeht. Im Darm. Wo sonst. Ich wiederhole: Antibiotika können LEBEN RETTEN. Sogar ich verschreibe manchmal welche, aber danach muss man eben den Darm wieder in Ordnung bringen. Manchmal geht das ganz schnell und manchmal langsamer.

Am hässlichsten ist das Kapitel mit den Toxinen und den Schwermetallen. Weil häufig schwer in den Griff zu bekommen. Und nebenwirkungsbehaftet. Aber wo es notwendig ist, machen wir das auch. Gemeinsam. Auch zu dem Thema gibts schon einen Artikel und es ist zu komplex, um es hier nochmal wiederzugeben. Nur kurz. Wenn Pilze überwuchern, weil sie sich an Schwermetallen sattessen, dann hilft weder eine Diät noch eine Ernährungsumstellung. Da hilft noch nichtmal KAUEN. Naja, stimmt nicht ganz. Hilft alles - aber eben nur symptomatisch und nicht ursächlich. Und das bedeutet, dass die Pilze in der Regel wiederkommen. Also müssen erst die Metalle weg. Leider. Aber alles machbar. Aufwändig aber machbar.

Was also tun?

Allen Variante oben ist gemein, dass die Zusammensetzung der Darmbakterien nicht stimmt. Das kann man messen. Durch einen Stuhltest. Den muss einer machen, der das schon oft gemacht hat. Deshalb schicken wir - beziehungsweise Sie - die Proben sozusagen druckfrisch an ein Speziallabor. Das ist wichtig. Mitunter auch teuer. Müsste vielleicht nicht sein, aber ich habe da so einen Rechtfertigungszwang. Wenn ich verursache, dass jemand Geld ausgeben muss. Daher wiederhole ich an dieser Stelle der Vollständigkeit halber nochmal: Auch an diesen Untersuchungen habe ich wirtschaftlich keinen Anteil. Ich verdiene nichts daran, dadurch können Sie (und ich) versichert sein, dass ich Ihnen einen Stuhltest wirklich NUR dann empfehle, wenn ich denke, dass wir beide vom Ergebnis profitieren. Ich, weil ich Ihnen besser helfen kann und Sie, weil Sie die Ursache Ihres Problems besser verstehen. Win - Win sozusagen. Eigentlich sogar Win - Win - Win, denn das Labor verdient ja wirklich daran. Aber die haben ja auch die Arbeit...

DAS PROBLEM besteht wieder mal in einer Meinung. In diesem Fall die Meinung der Fachgesellschaft für Gastroenterologie - also das Hoheitsgebiet der Inneren Mediziner und der Magen-Darm Spezialisten, die überall mit flexiblen Fernrohren reingucken können. Und die Dysbiose - also die Bakterien - nicht sehen können. Und auch keinen brandrot entzündeten Darm sehen können. Die sagen nämlich, dass Stuhltests keine sinnvollen Ergebnisse bringen. Weil 'Aussentemperatur beim Probentransport nicht beeinflussbar' und 'Stuhlprobe muss noch körperwarm untersucht werden'  und 'Optimalzusammensetzung der Darmbakterien ist ohnehin noch nicht bekannt und individuell' und so weiter. Und so fort. 

Zulässig sind nur Untersuchungen auf pathogene Keime, also welche, die ÜBERHAUPT nicht im Stuhl sein sollten, denn wenn man die nachweist, dann stimmt was nicht. Bin ich voll dabei. Wenn ich dann aber die Auswertung solcher Stuhltests sehe, wird da plötzlich die Menge der Keime angegeben. Ach da gehts dann plötzlich doch? Und hat Aussagekraft! Wie geht denn das? Könnt ich mich schon wieder aufregen... Denn auch das ist wieder SCHADE. SEHR SCHADE. Denn auch hier verstecken sich viele Versicherungen hinter der MEINUNG der Fachgesellschaft. Dann bleiben Sie auf den Kosten sitzen. Nicht immer, aber einfach noch zu oft. Aber ich denke das Thema ist langsam im Kommen und irgendwann kommt's dann auch bei den Fachgesellschaften an und dann Jahre später bei den Versicherungen...

Aber auch wenn es noch so ist, wie es ist, sage ich: Die Meinung der Fachgesellschaft ist mir VÖLLIG EGAL! Denn ich sehe sie doch täglich. Meine Patienten. Kommen mit Unwohlsein und seit Jahren geblähtem Bauch. Mit Problemen im Bewegungssystem. Mit Hüft- mit Knieschmerzen. Einfach, weil es im Darm nicht stimmt. Mit Winden, mit denen Sie sich gar nicht mehr ins Theater trauen: Ein junger Student sagte mir:

'Ich traue mich überhaupt nicht mehr in die Unibibliothek zum Lernen. Denn wenn ich da sitze, muss ich mir alles so verkneifen, dass ich mit Schmerzen nach Hause gehe. Zum Teil kann ich mich gar nicht mehr auf den Stoff konzentrieren. Auch in der Vorlesung ist das eine Katastrophe. Das war zwar schon immer so, aber in der Uni ist es jetzt wirklich schlimm geworden.'

Eine Ernährungsumstellung und eine Darmsanierung später strahlt mich der junge Mann an. Und ist geheilt. Nein. HAT SICH GEHEILT. Er musste nur wissen WIE. Mit Darmsanierung.

Wie geht das? In der Kurzform ist das wieder sehr einfach: Man legt falschen Bewohner um. Also die Fäulnisbakterien und Pilze, die man nicht haben will. Natürlich nicht mit Antibiotika. Das geht natürlich. Pflanzlich. Und dann siedelt man die Bakterien, mit denen man gerne zusammenleben möchte, wieder neu an. Fertig. Ja, so einfach ist das. Das klingt zu einfach, um wahr zu sein? Ist es aber! Ich gebe zu, es ist oft langwierig, aber was ist schon lang, wenn es um eine Verbesserung für den Rest des Lebens geht. Und es geht. Sie beweisen es mir - täglich. Dafür vielen Dank!

Schilddrüsenprobleme

Hier nochmal eines der schwieriger zu verstehenden (und zu behandelnden) Stoffwechselthemen: Die Schilddrüsenfunktion. 

Viele Patientin kommen zu mir und beantworten die Frage nach zuvor bestimmten Schilddrüsenwerten mit: alles in Ordnung. Leider ist das häufig nicht die ganze Wahrheit und beruht darauf, dass die Standard Diagnostik zur Schilddrüsenfunktion in Deutschland in der Kassenmedizin allein die Bestimmung des TSH Wertes ist. TSH bedeutet 'Thyroidea (also Schilddrüse) stimulierendes Hormon'. Wenn das TSH in Ordnung ist, gehen die meisten Ärzte davon aus, dass der Rest schon stimmen wird. Manche Ärzte wollen es etwas genauer wissen (in der Privatmedizin zumindest schon mal die Standardvariante) und bestimmen fT3 und fT4. Das sind die von der Schilddrüse (SD) produzierten Hormone. Das T4 ist der Hauptteil des von der SD produzierten 'inaktiven' Hormons. Im Idealfall produziert die SD zwar auch einen kleinen Teil aktives T3, der fällt aber gegen die Menge an inaktivem T4 kaum ins Gewicht. Das hat den Sinn, das das inaktive T4 erst im Bedarfsfall vom bedürftigen Gewebe durch Abspaltung eines Jodatoms in das aktive T3 umgewandelt wird. So können die Gewebe selbst die Aufnahme von T3 steuern. Dazu hat jeder Gewebetyp Bindungsstellen (Rezeptoren) für das aktive T3, die je nach Energiebedarf an der Zelloberfläche präsentiert werden können. Mehr Rezeptoren binden mehr T3 und dann kann mehr Energie im Gewebe produziert werden. So einfach ist es erstmal...

 

Nun gibt es für diesen Mechanismus mehrere Fallstricke: 

  1. Es könnte von der SD einfach nicht die richtige Menge Hormon hergestellt werden (das kann man im 'normalen' Labor durch Bestimmung von TSH, fT3 und fT4 sehen)
  2. Es könnte ein Problem bei der Umwandlung von T4 in T3 bestehen etwa durch eine sog. Konversionsstörung bei Problemen mit der Dejodeinase. Das kann man nur im Urin durch Bestimmung von fT3 und fT4 nachweisen.
  3. Es könnte Probleme bei der Bindung des fT3 am Rezeptor der Zelle geben. FT3 braucht Zink zur Bindung am Rezeptor - also kann schon Zinkmangel eine SD Unterfunktion auslösen. Um das auszuschliessen, muss man auf die richtige Art und Weise Zink hämatokritkorreliert im Vollblut bestimmen.
  4. Ihr Organismus könnte aufgrund von Nährstoffmangel selbst die Handbremse gezogen haben und das fT3 spiegelverkehrt produzieren, so dass es am Rezeptor bindet und diesen blockiert, aber keine Energieproduktion auslöst. Dazu bestimmt man das reverse fT3 im Blut. Dann ist es ungünstigerweise egal, ob all die vorangegangenen Schritte perfekt funktionieren. 
  5. Es könnte eine Autoimmunerkrankung gegen die SD bestehen (häufig Hashimoto, Basedow o.ä.) - dazu müssen die Autoantikörper gegen die SD bestimmt werden

Und nun lassen Sie sich auf der Zunge zergehen, dass von alle diesen Problemen auch im Idealfall nur die allererste Variante mit einer alleinigen TSH Bestimmung gefunden werden kann!!

Wenn man sich dazu vergegenwärtigt, dass die klassischen Symptome einer SD Unterfunktion globaler Energiemangel, Kältegefühl, Verdauungsstörungen, Konzentrationsstörungen, Entgiftungsprobleme, Herzrhytmusstörungen und Übergewicht (Vorsicht: es gibt auch SD UNTERfunktionen, die mit Gewichtsverlust einhergehen meistens bei Autoimmunerkrankungen) und noch Einige mehr sind, können Sie sich selbst ein Bild machen, wie viele Menschen allein in Deutschland wahrscheinlich mit einer nicht oder falsch diagnostizierten SD Unterfunktionssymptomatik herumlaufen.

Und schrecklicherweise ist selbst bei richtig - weil anhand der Symptome und nicht anhand der Standard-Laborwerte - diagnostizierter SD Unterfunktion die richtige Behandlung noch lange nicht sicher. Denn aufgrund der Einflüsse unter den Punkten 2.-5. ist die am meisten verbreitete Therapie mit einem alleinigen T4 Medikament (wie z.B. L-Thyroxin) deutlich weniger wirkungsvoll, als etwa eine gezielte Nährstofftherapie oder eine Kombinationstherapie mit der richtigen Dosis T3 und T4, wie sie beispielsweise bei jedem Patienten nach SD Entfernung zum Einsatz kommen sollte.

Und noch nichtmal die Bestimmung von fT3 und fT4 garantiert, dass die Funktion der Hormone gewährleistet ist. Denn wie gesagt, kann schon Zinkmangel die Funktion der im Blut vollkommen normwertig vorliegenden Hormone zunichte machen. Das sieht man erst dann, wenn man als Gegenprobe zum Bluttest einen Urintest macht, bei dem die Ausscheidung der SD Hormone beurteilt wird. Denn wenn die Hormone nicht 'benutzt' werden (etwa im Zinkmangel), dann wird sehr viel mehr fT3 gebildet, weil der Organismus ja verzweifelt versucht die Organe mit Energie zu versorgen. Wenn das vermehrt gebildete fT3 durch den Zinkmangel aber nicht an der Zelle binden kann, wird es über den Urin ausgeschieden, was sich dann im Urintest durch ein Unverhältnis zwischen ausgeschiedenem T3 und T4 nachweisen lässt.

Und selbst wenn das funktioniert und kein Zinkmangel vorliegt kann ein erhöhtes reverses fT3 den Stoffwechsel ausbremsen.

Obwohl Sie vordergründig ausreichend SD Hormon T3 und T4 bilden und der TSH Wert normwertig ist (im Blut sieht also auf den ersten Blick alles OK aus), bilden Sie dabei zu viel reverses T3. Das reverse T3 ist eine spiegelverkehrte Form des normalen T3 (das ist das aktive SD Hormon). Es bindet an die Rezeptoren für T3 und blockiert den Signalweg für die Energieerzeugung in der Zelle - das bedeutet, die SD hat die Handbremse angezogen und Sie können weniger Energie produzieren.

Entsprechend kann man im Urintest sehen, dass die Umwandlungsrate von T4 zu T3 herabgesetzt ist. Während das normale T3 nach getaner Arbeit wieder aus dem Rezeptor entfernt wird, bleibt das reverse T3 im Rezeptor stecken und weil es dadurch ja so aussieht, als ob genug T3 am Rezeptor gebunden ist, wird weniger T4 in T3 umgewandelt.

Das reverse T3 besetzt dauerhaft die Bindungsstellen vom ‚richtigen‘ T3, ohne allerdings die Energieproduktion anzukurbeln, so dass die Zielgewebe des SD Hormons von der Energieproduktion her weiter heruntergefahren werden. Das betrifft so ziemlich alle Körpergewebe, aber besonders Leber, Darm und Fettgewebe und teilweise auch das Gehirn. Diese Organe können dann alle weniger Energie erzeugen, was die Funktion des Organs beeinträchtigt. Das macht sich dann als Verlangsamung des jeweiligen Stoffwechsels bemerkbar: In der Leber leidet die Entgiftung, im Muskel die Kraft (und die Wärmeproduktion) im Darm die Verdauung und im Gehirn leidet die Denkfunktion und der Antrieb, was teilweise von grauen Wolken bis zur ausgewachsenen Depression führen kann.

Ob ein Patient - im Zweifelsfall also Sie - dann langfristig oder nur für ein paar Monate ein SD Hormon braucht ist sehr unterschiedlich. Oft benötigt man aber zumindest für kurze Zeit das richtige T3, um das das ‚falsche‘ T3 aus den Bindungsstellen herauszuwaschen. Erst dann kann die Energieproduktion wieder angekurbelt werden. Das muss aber SEHR vorsichtig und NUR unter Bereitstellung der fehlenden Nährstoffe passieren.

Denn wie alles im Leben hat auch die Bildung des reversen T3 einen Sinn: Es soll während einer Zeit der Nährstoffknappheit dafür sorgen, dass durch Verlangsamung des Stoffwechsels die Speicher nicht vollständig geleert werden. Wenn der Messfühler für Nährstoffe also bemerkt, dass der Pegelstand sinkt, wird der Organismus in eine Art Winterschlaf versetzt.  Dieser Zustand wird auf natürliche Weise erst aufgehoben, wenn die Speicher wieder eine Zeit lang voll sind. So wie Bäume im Frühling ja auch nicht beim ersten Sonnenstrahl ausschlagen, sondern erst abwarten, ob die Sonneneinstrahlung wirklich ausreicht, um die Triebe zu ernähren.

Da das reverse T3 eine verdrängende Hemmung des normalen T3 bewirkt, kann man nun also unter ausreichend Nährstoffgabe entweder warten, bis der persönliche Winterschlaf beendet ist, oder man beschleunigt den Vorgang etwas, indem man die Nährstoffspeicher aktiv auffüllt und gleichzeitig das reverse T3 aus dem Rezeptor wäscht. Das darf man aber auf jeden Fall nur ZUSAMMEN machen, denn das alleinige Auswaschen des reversen T3 führt SICHER ins Burn-Out und das alleinige Auffüllen der Nährstoffe würde erst nach Monaten dazu führen, dass des reverse T3 nach und nach ausgewaschen wird.

Je nach Ausgangszustand und Entwicklung der Laborwerte kann man das Auswaschen vom reversen T3 auch aussitzen. Das dauert dann eben, aber wenn man damit Leben kann, ist das völlig in Ordnung.

Die Alternative zum Aussitzen ist das Auffüllen der Nährstoffspeicher und die Einnahme eines SD Hormons, das durch Auswaschen des reversen T3 aus den besetzten Rezeptoren die Bindung des aktiven T3 und damit die Energieproduktion der Organe wieder ermöglicht.

Hierfür gibt es mehrereVarianten, die man persönlich besprechen und im Idealfall kinesiologisch testen sollte. Nach einigen Wochen und in Abhängigkeit Ihrer Symptomatik folgt dann eine Laborkontrolle, ob das Problem behoben ist.

Unverträglichkeiten

VORWARNUNG: Ich hole hier wirklich etwas weiter aus. WARUM, weil das Thema unheimlich wichtig ist. Wenn Sie wissen wollen warum, dass lesen Sie bis zum Ende. Wenn nicht, dann:

LASS WEG, WAS DIR SCHADET (bis ich STOP sage).

Denn die Vermeidung unverträglicher Nahrungsmittel ist sicher mit das Beschwerlichste, was ich manchen meiner Patienten aufbürde. Ich schreibe aufbürde, meine aber eigentlich, womit ich meine Patienten ENTLASTE! Denn die Vermeidung Unverträglicher Nahrungsmittel ist mit das Effektivste, was man zur Entlastung des Organismus tun kann. Denn WENN eine Unverträglichkeit im Spiel ist, egal ob als Ursache oder Wirkung, ist der Effekt beim Weglassen immer verblüffend. 

Und da ist es beinahe egal, womit Sie in meine Sprechstunde kommen, ob Müdigkeit, Antriebslosigkeit, Depression, Burnout, Stress oder Schmerzen (besonderes Rückenschmerzen) und vieles Andere, sofern eine Nahrungsmittelunverträglichkeit dahintersteckt, ist die Therapie so einfach wie keine andere.

LASS WEG, WAS DIR SCHADET!

Ja, so einfach ist das... ich kann es selbst oft nicht glauben. Aber Nahrungsmittelunverträglichkeiten haben grosse Auswirkungen.

So einfach die Therapie zu Anfang ist, so kompliziert ist das Thema an sich. Denn Unverträglichkeiten treten in den unterschiedlichsten Varianten auf. Ich lasse die echten Allergien hier mal aussen vor. Damit meine ich die angeborenen, denn es ist nicht wegzudiskutieren, dass es Menschen gibt, die eine angeborene Unverträglichkeiten haben. Zum Beispiel Zöliakie. Da darf man nun wirklich GAR KEIN Gluten essen, das wissen in Deutschland aber alle Betroffenen, da die Zöliakiediagnostik mittlerweile zum Neugeborenenscreening gehört. Bei angeborenen Unverträglichkeiten muss man sich letztlich damit abfinden, dass man das betreffende Nahrungsmittel weglässt - so ist das eben.

Anders liegen die Dinge bei erworbenen Unverträglichkeiten, denn die kann man in vielen Fällen auch wieder loswerden oder zumindest verbessern. Dazu gleich mehr, aber vorher wiederhole ich Mantraartig und auf die Gefahr hin, dass Langeweile aufkommt, das Wichtigste, denn das gilt für alle Formen:

LASS WEG, WAS DIR SCHADET!

Erworbene Unverträglichkeiten gibt es gegen die unverdächtigsten Dinge. Gegen Zucchini beispielsweise oder gegen Erbsen... klar auch gegen die schwer verdächtigen Dinge wie Milch, Milchprodukte, Eier, Meeresfrüchte (obwohl da die echten Allergien häufiger sind) und natürlich die glutenhaltigen Weissmehle.

'Wie kommt das und wie kann das sein? Das gab's doch früher nicht! Das hatten die Menschen vor uns doch auch nicht! Das ist doch alles nur eine Modeerscheinung!'

...höre ich alles immer wieder! Und immer wieder... Tja, wenn ich ehrlich bin, muss ich sagen: Genau genommen weiss ich auch nicht, woher die Unverträglichkeiten kommen. Man kann beginnen über Anbaubedingungen, Massentierhaltung, Antibiotika in der Zucht, Genfood, Haltbarmachung in der Nahrungskette und Vieles, Vieles mehr nachzudenken und zu diskutieren...wozu ich DRINGEND rate, denn wenn man sich mal offenen Auges in der Welt umsieht, wird man feststellen, dass viele Dinge inzwischen merkwürdige Züge angenommen haben...! Aber das kann ich hier nicht ändern, daher lassen wir es dabei bewenden.

Tatsache ist, dass manche Menschen nicht mehr alles vertragen, was man im Supermarkt kaufen kann. Nun ist die eine Frage, WIE BEKOMMEN WIR DAS RAUS und die andere, WAS MACHEN WIR DENN DANN. Zumindest, wenn man die Nulldiät-Variante nicht machen möchte... Denn vorausgeschickt: Das geht natürlich auch und kostet obendrein NICHTS ausser Disziplin und Geduld. Man KANN durchaus mal ein paar Wochen lang nur Brühe trinken und Kartoffeln essen (die sind echt unverdächtig - eine Kartoffelunverträglichkeit habe ich bisher noch nicht gesehen), bis sich der Körper einigermassen entgiftet hat. Vorausgesetzt man hat sich dann von seinen bisherigen Leiden erholt (was immer dann der Fall ist, wenn die Leiden durch Nahrungsmittel ausgelöst waren), kann man dann Stück für Stück Woche um Woche wieder ein Nahrungsmittel nach dem anderen einführen und darauf achten, wie sich das Befinden verändert. Geht auch - dauert halt, aber geht! Lustig finde ich ja, dass ich viele Patienten habe, die mir genau das berichten, wie dieser Geschäftsmann:

'Ich mache jedes Jahr eine 1-wöchige Ayurveda Kur in Indien. Da wird viel geschwitzt und gebadet, man bekommt Gemüse, Obst und Suppen zu essen und muss Unmengen Tee trinken, keinen Alkohol. Da fühle ich mich immer wie neu geboren.'

Da frage ich mich natürlich, wenn sich das so gut anfühlt, warum macht er es denn dann nicht einfach weiter, was kann so wichtig oder so toll sein, dass man dafür freiwillig seine Gesundheit und sein Wohlbefinden opfert?!

Aber das Ganze gibt es auch in der für uns Westeuropäer verständlichen 'Schwarz-Auf-Weiss' Variante: Und ich muss zugeben. Schwarz auf Weiss wirkt! Ist einfach so. Wenn ich direkt sehen kann, was mir schadet, tue ich mich häufig viel leichter es wegzulassen. Zumindest mal eine Zeit lang. Man macht also einen Nahrungsmittelunverträglichkeitstest. Auf IgG Basis. Das sind winzige Antikörper im Blut. Den Test lasse ich häufig bei Patienten machen. Kostet so ca. 150,- Euro für die wichtigsten 90 Nahrungsmittel. Ja für viele Menschen ist das viel Geld. Und nein - ich verdiene nichts daran und bekomme auch keine Provision für den Test. Unabhängigkeit ist mir wichtig. Daher keine Verträge mit Labors oder anderen Firmen. Dadurch kann ich auch mir selbst gegenüber sicher sein, dass ich nur Tests mache, die den Patienten wirklich weiterbringen.

Ja, ich weiss, wenn man mal die Boulevardpresse liest und sich bei Dr. Google, Pro7 und RTL 'schlau gemacht' hat, begegnet man vielen skeptischen Kommentaren und vielen, vielen Meinungen zu dem Thema. Auch die Deutsche Gesellschaft für Ernährungsmedizin hat eine Meinung zu dem Thema. Nämlich, dass sie IgG basierte Nahrungsmitteltests für schwer zu bewerten hält und man darauf basierend keine Therapie Empfehlung geben sollte. Das ist SCHADE, das ist sogar SEHR SCHADE, da die Krankenkassen dadurch einen Freibrief bekommen, sich aus der Verantwortung für die Kostenübernahme zu schleichen... aber auch hier wieder, ich bin kein Politiker, ich will einfach nur gute Medizin machen und meine Patienten zurück zur Gesundheit bringen.

Denn wenn man sich einfach mit logischem Denken dem Testablauf nähert, wird klar, warum ich GANZ KLARE Empfehlungen geben kann, ja MUSS:

Zunächst muss man sich vergegenwärtigen, wie denn Nahrungsmittel überhaupt in unseren Körper gelangen und was dabei wichtig ist. Nehmen wir wieder die Zucchini (die Arme). Beim Kauen wird sie zerkleinert und mit Verdauungsenzymen vermischt, die bereits beginnen die Zucchini aufzuspalten. Im Magen wird die Zucchini weiterhin durch die Enzyme verdaut und dabei in Salzsäure getaucht, um die Zersetzung zu beschleunigen. Zersetzen bedeutet, dass die Zucchini in ihre Bestandteile zerlegt wird, die da sind: Fett (hauptsächlich aus den Zellwänden), Kohlenhydrate (also der Zuckerbestandteil), Wasser, verschiedene Minerale und Vitamine UND EIWEISSBAUSTEINE (aus Enzymen, Botenstoffen, Transportproteinen und vor allem Oberflächenmarkern, die die Zucchinizelle als Zucchini kennzeichnen). All das macht zunächst eine Zucchini aus, die jetzt Teil von Ihnen werden will. Tja eine philosophische Frage, wo die Zucchini aufhört zu Sein und Ihr Sein beginnt...aber dazu äussere ich mich in einem anderen Kommentar nochmal ausführlicher...

So und diese speziellen Eiweissbausteine sind der Schlüssel in der Geschichte, denn die müssen dann im Darm nochmal zerlegt werden. Das machen unsere Darmbakterien. Das ist wie bei LEGO. Erst ist es ein LEGO Schiff, dann muss man die Steine auseinandernehmen, dann kann man ein LEGO Flugzeug bauen. Sonst sähe das Flugzeug später sehr merkwürdig aus und könnte vermutlich auch nicht fliegen. Sollte es aus verschiednen Gründen nicht immer gelingen, die Eiweisse in ihre kleinen Bausteine zu zerlegen, dann sollten die unzerlegten Eiweisse ausgeschieden werden. Das wäre schade, denn die Eiweissbruchstücke, also die Aminosäuren sind sehr wichtig für unseren Organismus. Am allerwichtigsten die sogenannten essentiellen Aminosäuren, denn die kann der Körper nicht selbst herstellen. Die müssen durch die Nahrung aufgenommen werden. Da werden Enzyme draus und Hormone, Rezeptoren, Erbgut, Botenstoffe und so weiter - also echt WICHTIG!

Aber bleiben wir noch bei der Zucchini: Das, was also die Zucchini hauptsächlich von allen anderen Dingen unterscheidet, sind die Oberflächenmarker auf den Zellen, die aus bestimmten Eiweissen, also Proteinen bestehen. Genau solche, haben wir ebenfalls auf JEDER unserer Zellen! Denn erst dadurch erkennt auch unser Immunsystem den Unterschied zwischen Freund und Feind. Immunzellen sind ja 'taub und blind'. Aber sie haben einen exzellenten Tastsinn. Sie tasten sich in der Blutbahn und in den Zellzwischenräumen (Interstitium) schwimmend durch den Körper und 'befühlen' jede Zelle. Dabei hat jede unserer Immunzellen genaue Angaben, welche Oberflächenmerkmale unsere Zellen aufweisen können müssen, um nicht angegriffen zu werden. Wenn eine Zelle also die 'richtigen' Oberflächenproteine (also Eiweissstrukturen) hat, bleibt sie unbehelligt. Wenn nicht, wird Alarm geschlagen...

Das Alarm schlagen geht so: Zunächst geht es um unspezifische Abwehrzellen zum Beispiel ein Makrophage. Das ist eine nicht spezialisierte, grosse Fresszelle (Makro = gross, phagein = essen), die etwas wahllos durch das Gewebe und die Blutbahn taumelt und alles angrabbelt, was ihr in den Weg schwimmt. Wenn sie etwas findet, das nicht die richtigen Ausweispapiere (also Oberflächenmarker) hat, hält die Fresszelle es fest und stülpt sich so darüber, dass der Fremdkörper schliesslich in der Zelle ist. Dort wird er nun wiederum zerkleinert, aber zunächst nur gerade so klein, dass noch ein paar  Bruchstücke übrigbleiben. Denn das Immunsystem ist schlau. Es geht immer vom Worst-Case Szenario aus. Könnte ja sein, dass so einer ohne Ausweispapiere nochmal kommt. Dann ist es besser, wenn im Polizeirevier schon mal Bescheid gegeben wird. Die Bruchstücke von dem Fremdkörper präsentiert die Fresszelle daher als 'Vorsicht Eindringling' kenntlich gemacht an seiner eigenen Zelloberfläche, damit sich bestimmte Botenstoffe (Interleukine) davon eine Kopie machen können, die dann zum Polizeirevier (das sind die B-Lymphozyten, die weissen Blutkörperchen) zurückschwimmen. Im Polizeirevier wird der Befund ausgewertet. Wenn es ein Einzelfall bleibt, wird nichts unternommen - ist ja nichts passiert. Wenn aber viele Anzeigen reinflattern, dann beginnt man auf dem Revier mit der Ausgabe von Fahndungsbildern. Im Körper bedeutet das, dass eine schlagkräftige Spezialeinheit ausgebildet wird, die dann alle Regionen im Körper durchstreifen soll, um zu sehen, ob sich noch mehr Eindringlinge irgendwo versteckt halten. Die erste Spezialeinheit sind dabei die Immunglobuline (Ig), das sind winzige Moleküle, die im Wesentlichen aus einer Antenne bestehen, die NUR an GENAU EINEM Eindringling haften bleibt. Es gibt verschiedene Klassen von Immunglobulinen...aber das sind Details, die für diese Erklärung nicht wichtig sind. Wichtig ist, dass erst wenn der anfängliche Krieg gegen die Eindringlinge gewonnen ist, eine neue Einheit von Immunglobulinen ausgebildet wird UND JETZT KOMMTS: Das sind dann die Immunglobuline der Klasse G - kurz IgGs. Das sind Streifenpolizisten, die erst NACH EINER WEILE Kontakt mit EINEM BESTIMMTEN Eindringling gebildet werden, um Blut und Zwischenzellraum 'sauber zu halten'. In der Immunologie nennt man das dann Immunität. Wenn man sich also gut wehren kann gegen Eindringlinge und gar nicht erst krank wird, weil der Krieg gewonnen ist, bevor er wirklich ausgebrochen ist. Wenn der letzte Krieg gegen die Eindringlinge lange her ist, werden immer weniger Streifenpolizisten (IgGs) gebildet, was wichtig ist, da die IgGs regelmässig ausgetauscht werden müssen und die Produktion Energie und Baustoffe verschlingt. Wenn immer wieder ein bisschen Krieg ist, verbraucht man entsprechend mehr Energie. Das kennt der Eine oder Andere vielleicht von einem zähen Epstein Barr Virus oder Borrelliose. Und es bilden sich viele Komplexe aus IgG und Eindringling, die alle entsorgt werden müssen, aber dazu später mehr.

Puh, das war jetzt schon ein ganz schön langer Exkurs! Aber Sie werden sehen, es hat sich gelohnt, denn nur so verstehen Sie den nächsten Teil!! Also zurück zur Funktion und Bedeutung des Nahrungsmitteltests:

Bei dem Test werden viele kleine Testplättchen mit Bruchstücken von Nahrungsmitteln also den oben beschriebenen, einzigartigen Oberflächenmarkern des Nahrungsmittels versetzt und mit einer Färbelösung vorbereitet. Die Färbung tritt aber nur ein, wenn ein Antikörper AUS DEM BLUT DES PATIENTEN an diese Oberflächenmarker bindet. Man simuliert also, was im Körper passiert und kann an der Färbung sehen, ob und wie viele Antikörper es gegen den Oberflächenmarker gab - also eigentlich ganz einfach. Und sehr exakt!

Genau so macht man es in der klassischen Medizin auch, wenn man etwa wissen will, ob jemand Streptokokken hat oder Chlamydien oder Staphylokokken...oder den oben schon erwähnten Epstein Barr Virus. Dabei ist jeder Testansatz ein anderer, denn die Antikörper sind sehr selektiv, also wählerisch. Jeder Antikörpertyp richtet sich nur gegen einen einzigen Erreger. Wenn dann also viele IgGs gefunden werden, die sich gegen einen bestimmten Erreger richten, sagt die Forschung, dass man den entsprechenden Erreger zu irgendeinem Zeitpunkt bekämpft hat - man hat also nach längerem Kontakt mit dem Erreger viele Streifenpolizisten ausgebildet, damit nie wieder Krieg ausbricht. Manche sagen, wenn man mehr IgGs findet, findet der Krieg vielleicht sogar im Augenblick noch statt, aber da sind sich die Forscher dann selbst in den Leitlinien gar nicht mehr so einig. So weit - so einfach und auch so klar... Wenn IgGs gefunden werden, dann muss der Erreger mit dem Blut Kontakt gehabt haben! 

So - und bei einem Nahrungsmittelunverträglichkeitstest wird GENAU DAS GLEICHE gemacht, nur dass man eben nachsieht, ob es im Blut spezialisierte Antikörper gegen Nahrungsmittel gibt. Denn das sollte natürlich nicht der Fall sein. Denn wie ich oben beschrieben habe, sollten unzerlegte, als noch als Fremdstoff kenntliche Nahrungseiweisse erst gar nicht mit dem Blut in Kontakt kommen. Die Darmwand nicht durchdringen. Denn genau dazu ist die ja da. Die Darmwand. Uns vor Dingen zu beschützen, die nicht ins Blut kommen sollten!

Und hier hakt jetzt zumindest meine LOGIK VOLLSTÄNDIG AUS! Denn wenn ich nun also den gleichen Befund habe, wie bei einem Erreger, nämlich in der Quintessenz den Nachweis eines Kontakts von Erreger mit Blut, dann MUSS ich doch davon ausgehen, dass sich das Blut in einer Abwehrreaktion mit dem Nahrungsmittel befindet! Das ist doch LOGISCH. Klar, ich gebe zu, dass aus dem Test nicht exakt hervorgeht, WANN die Abwehrreaktion stattgefunden hat, denn es könnte schon WOCHEN oder MONATE her sein. Denn das Immunsystem ist zu unserem Glück sehr NACHTRAGEND. Man könnte auch sagen, dass das Blut eine sehr gute Erinnerungsfähigkeit hat. Aber: DASS das Nahrungsmittel als Allergen, also als Fremdstoff wahrgenommen wird, daran besteht doch einfach KEIN ZWEIFEL! Denn wenn daran Zweifel besteht, was bedeuten denn dann die anderen serologischen Immuntests. Auch nichts?!

Dann bleibt nur noch die Frage zu klären, ob der Krieg noch tobt oder ob er lange her ist. Und diese Frage zu beantworten ist im Blut äusserst schwierig, vielleicht sogar unmöglich. Aber wir haben Glück! Es lässt sich nämlich rausfinden. Wie? Durch die aufwändigste diagnostische Technik, die in der Medizin bekannt ist: DURCH EIN GESPRÄCH MIT DEM PATIENTEN. Aber das ist ja völlig aus der Mode gekommen...diese antiken Techniken...REDEN mit einem PATIENTEN. Das ist sicher unhygienisch...könnt ich mich gleich wieder aufregen - lass ich aber jetzt mal.

Obwohl hier doch ein kleiner Exkurs: Völlig UNLOGISCH finde ich nämlich Hauttests gegen Nahrungsmittel, so wie es die allergologischen Leitlinien vorsehen. Den sogenannten Pricktest. Dabei wird ein Stoff auf die Haut aufgetragen und dann mit einer Nadel ein Loch in die Haut gepiekst. Tut nicht wirklich weh. Wenn sich dann eine Rötung zeigt, sagt der Arzt, dass man eine Allergie gegen den Stoff hat. Da bin ich völlig einverstanden. Immunzellen lügen nicht! Das macht absolut Sinn, wenn man auf Stoffe wie Bienengift oder Arbeitsstoffe testet. Es kann einem das LEBEN RETTEN, wenn man weiss, dass man eine Bienengift Allergie hat!!! Aber doch nicht bei Nahrungsmitteln...oder wann haben Sie zuletzt versucht eine Zucchini über die HAUT AUFZUNEHMEN... Naja, ich versteh's auf jeden Fall nicht, aber ich bin ja auch kein Allergologe. Ende des kleinen Exkurses und zurück zum Wesentlichen!

Alles was ich jetzt ausgeführt habe zusammengenommen, sage ich klar und deutlich: mir sind die Meinungen der Fachgesellschaften EINFACH EGAL! Die der einschlägigen Medien sowieso. Denn ich sehe, dass Menschen sich von jahrelangen Leiden und Schmerzen erholen und wieder Kraft, Antrieb und Lebensmut bekommen. Einfach nur durch das Weglassen unverträglicher Nahrungsmittel. SONST GAR NICHTS! Das ist doch unfassbar. Ist mir übrigens selbst so gegangen. Ab ca. 30 dachte ich jeden Morgen, ein Laster sei über mich drübergefahren. Ich dachte halt, dass ich in der Jugend zu viel rumgehüpft bin und Surfen und so...Hat mir zwar nicht die gute Laune genommen, aber sportlich wurde es immer zäher...

Dann habe ich bei mir selbst den Test gemacht und erstmal gelacht: Die Milch - so ein Quatsch! Hab sie dann aber doch weggelassen. Das war schrecklich für mich! Bis dahin hatte ich von Milch gelebt: Müsli mit Milch, Käse, 5 Cappuchino am Tag, Abends wieder Yoguhrt, Käse oder Sahnesosse. Und Eis und Sahne auf dem Kuchen.... Ich habe wirklich VIEL Milch und Milchprodukte gegessen. Und hatte nie das Gefühl, dass es mir schadet. Kein Bauchweh oder Durchfall. Keine Spur. Aber die Verbesserung kam, langsam aber unaufhaltsam. Es hat wirklich eine ganze Weile gedauert, aber nach ca. 9 Monaten waren die Laster nachts offensichtlich wo anders langgefahren. Habe dann nach 1,5 Jahren im Labor nachgetestet, aber schade: Die Unverträglichkeit blieb und bleibt - und die Milch somit also auch weg. Im Grunde nicht so schlimm, die Chinesen betrachten Milch ohnehin als 'KALTEN SCHLEIM'.

Aber ich sehe viele Patienten, bei denen sich das System erholt. Die wieder verträglich werden. Manchmal einfach nur durch Warten und manchmal muss man noch ein paar andere Kniffe benutzen, um die Verträglichkeit wieder herzustellen. Das geht indem man dem System Mensch andere Lasten abnimmt. Entweder körperliche, zum Beispiel Injury Recall Trauma oder Eisenmangel, die die Eiweissaufspaltung lahmlegen. Manchmal auch seelische und manchmal energetische. Manchmal muss man den Darm sanieren. Aber selbst wenn es 'nur' eine Unverträglichkeit durch Fehlernährung ist, kann man zunächst die Symptome und schliesslich die Unverträglichkeit auch schneller beheben - siehe meinen Beitrag zur Nährstofftherapie - aber das muss man oft gar nicht. Kommt natürlich auch wieder sehr darauf an, wie eilig man es hat und ob die Nahrungsmittelunverträglichkeit das einzige Problem ist. Das gibts - ist selten, aber das gibts. Daher nochmal jetzt aber wirklich das Letzte mal:

LASS WEG, WAS DIR SCHADET!!

Mikronährstofftherapie

Wenn Sie mich kennengelernt haben und wir nach eingehender Besprechung Ihrer Beschwerden und ausführlicher körperlicher Untersuchung zielgerichtete Laboruntersuchungen in Auftrag gegeben haben, werden Sie festgestellt haben, dass ich häufig und gerne Minerale und Vitamine verabreiche. Oft bekomme ich daher zwei Fragen gestellt:

1. WARUM?

2. WIE LANGE?

Die erste Frage ist schnell beantwortet: Weil die Vitamine und Minerale WIRKEN. Natürlich nur, wenn vorher ein Mangel bestanden hat. Und entgegen der landläufigen aber auch offiziellen Lehrmeinung unserer Ernährungsgesellschaften bestehen durchaus häufig und ausgeprägte Mängel, nur eben bei jedem Menschen sehr verschieden. ABER jeder Mangel ist durch die dadurch eingeschränkten Stoffwechselprozesse eine Einladung für verschiedenste Krankheiten. Dass sich Versicherungen weigern trotz nachgewiesener Mängel die Erstattung für die in diesem Zusammenhang 'Nahrungsergänzungsmittel' genannten Nährstoffe zu erstatten ist ein trauriges Kapitel. Dabei bekomme ich immer den Hinweis: In unserem guten vollwertigen Westeuropäischen Essen ist doch schon alles drin, was ein Organismus braucht. Da frage ich mich dann durchaus mal, wie es dann sein kann, dass ich im Blut oder Urin einen Mangel konkret nachweisen kann und die Versicherung sagt immer noch, dass das alles Spekulation sei. Tatsächlich lösen sich häufig schon seit Jahren bestehende Probleme durch die Gabe der richtigen Nährstoffe in Wohlgefallen auf...  Statt sich in extrem kostenintensive Dauererkrankungen zu verwandeln. Letztlich würden sich die Versicherungen ja sogar GELD SPAREN, wenn Sie sie als Patienten auf dem Weg zur Gesundheit unterstützen, statt zu warten, bis Sie richtig, also schulmedizinisch nachweisbar krank sind! Aber das ist ein politisches Thema und soll hier nicht diskutiert werden. Wenn ich Haare hätte, würde sie mir über diesem Thema grau werden...

Und indirekt beantwortet das natürlich auch die zweite Frage: Denn natürlich sollte der entsprechende Nährstoff solange substituiert werden, wie der Mangel besteht. Tja und manche Mängel lassen sich rasch und dauerhaft beheben wie beispielsweise Eisenmangel bei Männern (ausser bei Extremsportlern, da wird einfach mehr verbraucht), andere Mängel beruhen 'nur' auf Ernährungsfehlern, so dass manchmal der Ersatz der fehlenden Stoffe nur notwendig ist, bis die Grundstörung behoben ist, (was manchmal länger dauern kann) und wieder andere Mängel beruhen auf Stoffwechselveränderungen, so dass nur ein dauerhafter Ersatz der Mikronährstoffe den Verlust ausgleichen kann.

Aber all das ist keine Spekulation oder MEINE MEINUNG, sondern durch geeignete Laboranalysen und Nachdenken leicht ans Licht zu bringen. Das ist Basisphysiologie und Molekularmedizin auf Grundlagenniveau. Denn aus biochemischen, chemischen und physiologischen Studien weiss man, welche Stoffe ein Stoffwechselprozess erfordert! Die entsprechenden Reaktionsabläufe, hat jeder Arzt bereits als Medizinstudent im 1. und 2. Semester in Biochemie-, Chemie- und Physiologiepraktikum durchgeführt. Willst du, dass eine bestimmte Enzymreaktion schneller oder überhaupt abläuft, dann wirf alles in den Testansatz, was das Enzym braucht...so einfach ist das im Prinzip.

Ich gebe zu, in der Praxis ist das nicht immer so einfach, wie es jetzt klingt, denn es gibt die verschiedensten Hindernisse zu überwinden, was die Aufnahme und die Benutzung der Mikronährstoffe durch den Organismus anbelangt, aber an der grundsätzlichen Idee ändert das NICHTS!

Mikronährstoffe WIRKEN!

Öffnungszeiten

Unsere Praxisöffnungszeiten sind:

Montag: 13:00 - 18:00
Dienstag: 09:00 - 14:00
Mittwoch: 09:00 - 13:00 und 14:00 - 18:00
Donnerstag: 09:00 - 13:00 und 14:00 - 18:00
Freitag: 09:00 - 14:00

Telefon: +49 (0)89 32 20 90 90

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